The Black Hole (Das schwarze Loch, 1979)

Ende der Siebziger wollten alle bei „Star Wars“ trittbrettfahren, auch Disney. Doch selbst dunkle Lords kommen nicht an gegen den titelgebenden Lichtschlucker in Gary Nelsons ekstatischem Science-Fiction-Epos. Kathedralenhafte Geisterraumschiffe, besessene Wissenschaftler, mörderische Roboter und interpretationsoffene Höllenvisionen faszinieren bis heute mit ihrem finsteren Zauber.

Episode hier herunterladen (MP3, 94 MB)

31 thoughts on “The Black Hole (Das schwarze Loch, 1979)

  1. Nippel says:

    So, das Audiostück habe ich mir nun voller freudiger Erwartung angehört, werde aber mit meiner Meinung noch hinterm Berg bleiben, bis ich mir das Bewegbild heut’Abend angesehen habe… Nur ne kleine Anmerkung zu den Comics, die ja die Geschichte weitererzählen wollen, möchte ich hier noch loswerden: -wenn mich nicht alles irrt, so habe ich gelesen, dass die Comics ausschließlich nur im deutschsprachigen Raum erschienen sind und sonst nirgends. Könnte damit zusammen hängen, dass der Film vielleicht bei uns doch erfolgreicher lief, als sonst wo. Zumindest ist es schön zu wissen, dass wir mal in Sachen Nerdtum die Nase vorne hatten.
    Bis heute Abend!

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  2. Julien says:

    Hallo,

    Ich würde heute morgen von einer schrecklichen Krise von Schlaflosigkeit ergriffen, danke dass ihr mich dabei begleitet habt.

    Ich habe mir natürlich in Vorbereitung zu eurem Podcast den Film angeschaut, und ich fand eure Besprechung, wie immer höchstinteressant. Ihr habt aspekte besprochen, die ich so noch nicht gesehen hatte.

    Allerdings hat sich bei mir ein anderes parallel aufgedrungen. Als ich Hans Rheinhard gesehen habe, musste ich direkt an den Kapitän Nemo denken, allein auf seinem Schiff, in einem prächtigen Anzug.

    Bei Gelegenheit schaue ich mir nochmal den Film mit Kirk Douglas an, aber fürs erste reicht der Wikipedia-Artikel.

    Pierre Aronax hat den selben Konflikt wie Anthony Perkins: auf der Nautilus zu bleiben, aus Liebe für die Wissenschaft, oder seine Mitstreiter zu begleiten.

    Und am Ende verschwindet die Nautilus in einem Strudel, also auch einer Art schwarzes Loch.

    Also ich sehe schon in the Black Hole eine Interpretation im Weltraum des weltberühmten Klassikers.

    Vielleicht habt ihr dieses Aspekt auch angesprochen, wie gesagt, ich habe euch im Halbschlaf gehört, ich will nicht ausschließen, dass ich keine teile eurer Besprechung überhört habe.

    Trotzdem freue ich mich auf Moulin rouge.

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  3. Jay says:

    Tolle Startfolge. Und dann noch mit dem einzig logischen Film, klar.

    Nicht nur für euch, weil ihr über den ja schon öfter mal sprechen wolltet, wie man so am Rande eurer Podcasts immer mal mitbekam, sondern auch mit dem Film, der mich ähnlich wie Simon seinerzeit im besten, beeinflussbarsten Alter mit seiner Kombination aus im-Spätprogramm-erwischt (war bestimmt nach acht!) und dem die Phantasie noch weiter anheizenden Hörspiel umfegte.

    Kann auch gar nicht mehr viel sagen, das ihr nicht bereits erwähnt hättet, außer, dass ich Herrn Dante ebenfalls (wenn auch ungern) widersprechen muss. Es ist ein völlig unrund dahin schlingerndes Vehikel von einem Film, aber ich mag es einfach sehr, und alle Zweit-, Dritt- und Zwölftsichtungen über die Jahre haben daran nichts geändert.

    Einige kleine Dinge, die mir beim Hören noch in den Sinn kamen:

    Die Sentrys wirken mit ihrem Charakterdesign nicht nur selbst wie von woanders abgepaust, sondern haben, und das lasse ich mir nicht ausreden, auch unbedingt als Vorbild für Saurod aus dem Masters-of-the-Universe-Film und dessen Actionfigur hergehalten.

    Synchronsprecher Wolfgang Ziffer, der V.I.N.C.E.N.T. spricht, war aufgrund seiner hellen, gut modulierten Stimme auf Roboter abonniert und sprach auch Johnny 5 sowie C-3PO in den SW-Prequels. Meine Affentreue zu Roddy McDowall hin oder her, aber Ziffers Stimme gehört nicht zuletzt wegen des Hörspiels für mich zum Film dazu. Leider ist er Mitte Dezember verstorben.

    Und die Schwerelosigkeits-Frisurenfrage hatte für mich beim Hören eben einen geradezu historischen Science-Fiction-Dreh, den ich nie zuvor auf dem Schirm hatte: Erst vor ein paar Tagen hatte ich mal wieder The Time Machine gesehen, in dem Yvette Mimieux ja ihren Durchbruch als Schauspielerin hatte. Und in diesem Film fragt sie Rod Taylor am Ende, wie die Frauen in der Zukunft das Haar tragen, und er antwortet darauf in etwa „naja, irgendwie hochgesteckt”. Und jetzt das, die zwangsweise irgendwie hochgesteckten Haare in ihrer (Karriere-)Zukunft!

    Abschließend noch zum Hörspiel: Das hatte (ganz ähnlich wie das Tron-Hörspiel) die dankenswerte Eigenschaft, die medienbedingten Bild-Lücken mit auf 11 gedrehten Beschreibungen zu füllen, und beim Flug durch das Loch ging es dann auch wirklich ab:

    „Plötzlich eine Explosion von Bildern: Zuckende Blitze, ungeahnte Farben und dann – Schwerelosigkeit. Innere Schwerelosigkeit. Befreiung von Körper. Nur Seele. Nur Gedanke. Nur Losgelöstsein. Kein Raum, keine Zeit.
    Die schreckliche Fahrt durch das Schwarze Loch war vorüber. Kate erblickte ein neues Sternenfeld. Eine neue Galaxis?
    Sie alle fühlten, dass sie lebten. Das war… das ist der Beweis dafür, dass in diesem Universum kein Werk verloren geht. Vielleicht… ist es der Beweis für Gott. Auf jeden Fall aber ist es der Beweis für Unsterblichkeit.”

    Man stelle sich dazu mein überfordertes, auf dem Wohnzimmerteppich hockendes Klein-Ich vor. Im Film Boschs Höllenglut, hier plötzlich die Predigt aus der Kanzel. Völlig altersungerecht, oder mit anderen Worten: Total toll. Ab da hatten mich die Genres am Haken: Raumschiffe! Spukhäuser! Wahnsinn!

    Schön, dass ihr sozusagen auf dem Teppich geblieben seid und an diese Erinnerungen jetzt noch ein Schleifchen gebunden habt.

    Und nun, wo die schreckliche Fahrt durch das Schwarze Loch vorüber ist… wünsche ich euch alles Gute in eurer neuen Podcast-Galaxis.
    Immer der Laterne nach.

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  4. Mister Incredible says:

    Moin zusammen,

    vor einiger Zeit schon hatte ich, wegen der vielen Erwähnungen auf TAD, die DVD bestellt, die zu meiner Überraschung und Enttäuschung nur in der deutschen Synchronfassung kam. Nun, da ich Eure persönliche Verbindung zu dem Film kenne, erster Science-Fiction-Film, Kinderzimmergucken etc., wird mir Eure Begeisterung plausibel. Diese stellre sich bei mir trotz allen Wohlwollens nicht ein. Allein bei der Akten-Perkins-Schredder-Szene kam die Erinnerung, das zuvor schon einmal gesehen zu haben. Heißt auch: sonst war nichts in meiner Erinnerung zurück geblieben.

    Epische Längen, Leere, Raumschiff ohne Dialog, inkonsistente Handlung etc. machten das für mich anstrengend. Meine erste Science-Fiction-Erfahrung fand, Tadaaaaa, am 27.5.1972 statt. Nachvollziehbar ist die Erinnerung an ein frühes Seherlebnis. Mit einem Grundig TK 121 Tonbandgerät (die Kassette war wohl bereits eingeführt, aber fand bei meinem Papa keinen Anklang) hatte ich den Ton von H.G. Wells „Die Zeitmaschine“ und „Kennen Sie Tribbles?“ aufgezeichnet. Das konnte ich bald auswendig mit sprechen.

    1979 hatten mich längst The Motion Picture, Star Wars, Close Encounters oder Jaws in ihren Bann gezogen, außerdem das Abenteuer der zwischenmenschlichen Intimität. Das eher behäbige „Black Hole“ drang nicht zu mir durch und das tat es auch per DVD kürzlich nicht.

    In Eurer Besprechung wurde gewürdigt, dass Dinge zur Interpretation offen bleiben statt dass der Film alles durcherkläre. Dass man nicht in ein Schwarzes Loch hinein- und auf der anderen Seite weder hier noch in anderer „Dimension“ heraus kommen könne, war 1979 schon klar. Werden Filme dann metaphysisch, helles Licht, Embryo und all so’n Zeug, dann nervt es mich. Jaja, jetzt kommen sie an die Grenzbereiche der Physik und die Macher wissen nicht mehr weiter. Space Odyssey, Contact… am Ende wirds esoterisch. Vielleicht ist das filmbanausenhaft, aber manchmal fühlt es sich an wie in einem Museum für Moderne Kunst, wenn ich vor einer gerahmten leeren Leinwand stehe und ganze Menschentrauben davor rätseln „was will der Künstler uns damit sagen“?

    Bei anderen Gelegenheiten wird „Lazy Writing“ erwähnt. Aber kann es nicht genau das sein, wenn man am Ende keine konsistente Auflösung eines Weltraumspektakels mehr zusammen bringt? Vielleicht würde ich den Film mit mehr Genuss in der Originalfassung sehen, aber ich würde da für einen US-Import nun kein Vermögen investieren wollen. Dass Ihr große Fans seid, ist gut nachvollziehbar.

    Wenn ich die Details des Lüdenscheider Filmpalastes sehe, bekomme ich Lust, das Kino zu besuchen. Vielleicht entwickelt sich die Zauberlaterne noch so weit, dass ausgewählte Vorführungen mit Höris und Guckis stattfinden könnten?

    Für die tolle Pilotfolge vielen Dank! Mein Ereignishorizont wurde ohne jeden Zweifel erweitert. Moulin Rouge hab ich „angefangen“. Auf Eure Besprechung bin ich gespannt.

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  5. elim g. says:

    hey moin und danke,

    ich gehöre zu denen die gerne einen filmpodcast von euch hören wollten. und klar war, daß black hole der erste sein muss. mutig auch die entscheidung ein youtube ding draus zu machen.
    mein lob sei über euch ausgeschüttet 🙂
    ich weiß es ist eine bewußte entscheidung den film nicht scenenweise zu besprechen aber als alter tad hörer muss ich mich erst daran gewöhnen. das scenenweise erzählen ist einfach nachvollziehbarer durch den roten faden der handlung.
    dann fände ich es toll, und ich weiß es macht arbeit, wenn das videomaterial noch mit mehr ausschnitten und grafiken angereichert wäre… man darf träumen 😉
    so, und damit meine träume war werden geht was für euch als unterstüzung raus.

    weiter so, lebt lang und habt erfolg.

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  6. Christian Berger says:

    Also zum Thema „unwissenschaftlicher Film“ muss man „The Core“ hervorheben, besonders da der jetzt nicht die Naturgesetze verbiegt um Kunst zu schaffen, sondern weil er so tut als sei er wissenschaftlich „korrekt“. Da gibts dann relativ langweilige Szenen in der Geologen etwas in einer Vorlesung zeigen die in der Gegenwart spielen soll…. und das ist völlige Grütze.

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  7. Christian Berger says:

    Ach ja „Die Besucher“ kann ich wirklich empfehlen, kam kürzlich auf Bluray raus. Die Serie ist sehr viel mehr für Erwachsene als man so glauben würde.

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  8. Ohrwell says:

    Meine erste Erinnerung an den Film war das dazugehörige Sammelsticker-Album, das mein Bruder besessen hatte und in dem ich immer geblättert habe. Dann viele Jahre später lief der Film mal bei uns im ORF spät nachts, zu spät für einen schulpflichtigen wie mich, aber mein Vater hatte einen Videorecorder und nahm ihn dann für mich auf. Schon interessant: damals hatte ich auch irgendwie das Gefühl, dass es mit Maximillian mehr Bewandtnis geben musste als dass er nur Handlanger von Dr. Reinhardt war. Als Vin.CENT und Maximillian sich zum ersten Mal Aug in Aug gegenüber schweben, hatte ich das Gefühl dass da ein Gesicht hinter dem Augenschlitz steckt. Die Höllenszene habe ich nur damals nicht so verstanden, dass die beiden miteinander verschmelzen sondern dass auch schon vorher in Maximillian ein Mensch gesteckt hat. Aber die Idee, dass Kates Vater bzw. Teile seines Gehirns in Maximillian ‚wiederverwertet‘ wurden und sein befreiter Geist sie zum anderen Ende des Schwarzen Loches führen, die finde ich auch nicht so abwegig. Es gibt ja von Alan Dean Foster eine Romanfassung, die wäre sicher auch ganz interessant gewesen als Hintergrundmaterial.

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  9. René says:

    Guten Abend,

    ich freue mich sehr über Euer neues Projekt und wünsche Euch damit viel Erfolg.
    Noch mehr freue ich mich über die Wahl des ersten Films. So, alle ein bis zwei Jahre muss ich mir den ansehen. Und trotz seiner Ecken und Kanten ist es immer ein riesiger Spaß.

    Das erste Mal muss mir „Das schwarze Loch“ Mitte der 90´er untergekommen sein. Bis zur Wende gab es in meinem damaligen Heimatort keine Möglichkeit westdeutsches Fernsehen zu empfangen. Selbst von den beiden DDR Sendern kam in SüdOst Sachsen meist nur einer an. Nach der Wende waren meine Eltern noch länger ziemlich knausrig mit der Beschaffung einer Sat Schüssel, sodass ich diesen Film sicherlich erst mit 14 oder 15 Jahren zum ersten mal gesehen habe.

    Was mir noch sehr in Erinnerung ist, ist das Grauen hinter der Maske des Zombies. Warum sind diese Spiegelmasken da? Nun, ich denke damit olle Reinhart sich nicht die hässlichen Fratzen seiner Geschöpfe anschauen muss. Vielmehr sieht er nur sich selbst, wenn er sie anschaut. Die Masken haben keine lebenserhaltende Funktion.
    Ich habe mir also nun vorgestellt, das diese Zombies immer und ständig dieses grässliche Atemgeräusch machen. Darin stecken ja nicht nur kaputte Bronchien. Dahinter steckt die ganze Qual ihrer unheiligen Existenz, die sie herausschreien wollen, aber nicht können. Das macht mich heute noch fertig…

    Die Cygnus ist für mich immer noch ein wunderschönes Schiff. Sie wirkt sehr massig und gleichzeitig sehr zerbrechlich … sieht man ja dann auch. Ich kann mich sehr gut in Reinhart hineinversetzen, wie er nach Jahren der Stille und selbstgewählten Isolation durch die riesigen, lichtdurchfluteten , kathedralenartigen Gänge schreitet und sich fragt „Wenn ich nicht Gott bin, wer dann?“

    Hier noch ein Bild welches von der USS Cygnus aufgenommen wurde, bevor sie zu ihrer Mission aufbrach:

    https://www.instagram.com/p/CNsoCXIl8Kp/?utm_source=ig_web_copy_link

    Grüße

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    1. Kleiner Bruder says:

      Nettes Bild. Allerdings waren sowohl die Cygnus als auch (wenn ich mich recht erinnere) die Palomino auf der Suche nach ausserirdischem Leben. Im Original wurde angeblich von „habitable life (!)“ gesprochen. Wenn der Film im ST-Universum spielen würde, dann noch vor dem ersten Warpflug und dem Kontakt mit den Vulkaniern, vielleicht mit Hyperraumflug. Das widerspricht zwar „First Contact“, aber den Film ignoriere ich, schon allein weil Cochrane „von Alpa Centauri“ war.

      Was den Film mit Star Trek verbindet ist aber die Form der Palomino, fassförmig mit drei Beinen. Die Raumboje zu Anfang von „Where no man has gone before“ sieht ähnlich aus.

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  10. Steffen says:

    Als treuer TaD und Rückspultaste-Hörer hab ich mich tierisch über euere Ankündigung gefreut. Erstmal meine Gratulation zur ersten Folge. Hab sie auf Youtube geschaut und wurde prächtig unterhalten.
    Ich hab den Film Das Schwarze Loch vorher nicht gesehen gehabt, aber natürlich wie auch bei TaD zur Vorbereitung auf eure Folge geschaut. Ich kann nur sagen, dass mir sowohl der Film, als auch eure Besprechung sehr viel Spaß gemacht haben. Vor allem eure persönlichen Einblicke in eure persönliche Geschichte mit dem Film war schön zu hören. Eure nächsten beiden Filme hab ich bisher ebenfalls nicht gesehen, aber ich nutze die Chance und freue mich schon auf eure weiteren Besprechungen.

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  11. Ingo says:

    Habe mir den Film gerade erstmals nach ca. 35 oder mehr Jahren (Freitag Abend, 20:15, ARD) angesehen und freue mich sehr auf die Besprechung.

    Mein ca. 11jähriges ich fand den Film enttäuschend, so viel weiß ich noch. Langweilig, Ernest Borgnine (mein damaliger Lieblingsschauspieler aus diversen Katastrophenfilmen) in der Rolle des Feigling, kein richtiges Ende…

    Heute hat der Film mir deutlich mehr Spaß gemacht. Obwohl ich mir vorstellen kann, warum der Film seinerzeit gefloppt ist. Es ist halt irgendwie eine wirre Mischung aus SF-Abenteuerfilm in der Tradition eines Jule Vernes (Reinhardt = Nemo), ein bisschen Grusel, ein bisschen flapsiger Humor (Vincent!), Action-Rumgeballer und zum Schluss hauen sie noch ein krasses, mystisches, interpretationsbedürftiges Ende raus. Das alles will nicht so recht zusammen passen. Großes Manko ist auch, dass die Figuren bis auf Reinhardt und Vincent völlig blass bleiben. Der Film lebt von seiner Prämisse, seinen Effekten, seinen Schauwerten und von der Atmosphäre. Und auch von der Musik, die Titelmelodie frisst sich in meine Gehörgänge. Auch immer das erste, woran ich denke, wenn mir der Film in den Sinn kommt (ich hatte Jahre vor der ersten Sehen eine MC u. a. mit der Musik und kannte sie daher schon sehr gut) . Die Musik ist allerdings in der Laser-Schießerei zum Schluss unpassend fröhlich und nervig.

    Was gibt es noch zu sagen? Vincent vom Design her zu „niedlich“ (R2D2 in billig halt). Wissenschaftlich betrachtet ist die Darstellung des Schwarzen Lochs sehr naiv, aber das ist sie eigentlich in jedem Film, auch im 2009er Star Trek. Diese Naivität macht auch einen Reiz dieses Films aus (siehe oben, „Jules Verne“ – Abenteuerfilm).

    Ich hatte trotz der diversen Mängel eine Menge Spaß. Daumen hoch! 😉

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  12. Tim says:

    Auf diesen Podcast haben wir lange gewartet. Chapeau! Chapeau!

    Ich glaube, ich erwähnte schon an andere Stelle einmal, dass ich als Kind mangels Videorecorder oft auf andere Medien – Hörspielfassungen, „Das Buch zum Film“, Comics, Panini-Alben usw. – angewiesen war, um so manchen Film kennenzulernen. Krieg der Sterne war so ein Film und eben auch Das Schwarze Loch.

    Leider ist mein Exemplar des Romans zum Film (natürlich von Alan Dean Foster) verloren gegangen. Aber ich erinnere mich, dass dieser das Ende, wenn das überhaupt möglich ist, noch ein wenig „weirder“ machte… unter anderem verschmelzen die verbliebenen Mitglieder der Palomino-Crew, einschließlich V.I.N.C.E.N.T.s, beim Durchflug durch das schwarze Loch zu einer Art Geistwesen(?).

    Danke für einen wunderbar gelungenen Auftakt zu einer Reihe, der ich gewiss noch lange folgen werde.

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    1. Tim says:

      eBay sei Dank, hier die finale Seite aus dem „Buch zum Film“:

      „Und dann war da wieder etwas Vertrautes, etwas Erkennbares, Warmes. Komm zu mir, sagte es. Komm zu mir, Dan. Das ist die einzige Möglichkeit.

      Du mußt zu mir kommen, Dan, dich mir anschließen. Und du Charlie, und Vincent…, wenn du kannst, Vincent. Nur Gedanken haben hier drinnen eine Chance. Körperlich Materielles wird zu Nichts zerdrückt. aber Gedanken…, das Wesen von uns…, ich glaube …, so… haben wir eine Chance.

      Holland spürte, wie etwas Warmes, Allumfassendes nach ihm griff und ihn einhüllte. Die Auflösung seines Ichs hatte begonnen.

      Aber die Gedanken selbst traten unter der unvorstellbaren Gewalt des Schwarzen Loches über ihre normalen Grenzen hinaus. Und dann waren sie durch . . ., und zu aller Erstaunen war da etwas Neues, ein geeintes Gedankenwesen, das KateCharlieDanVincent war. Und damit kam der Frieden.

      ***

      Irgendwo an einem Strand liegt ein Sandkorn. Es ist ein winziger Teil unserer Erde. Und unsere Erde ist nicht mehr als ein Sandkorn m Meer der Unendlichkeit.

      KateCharlieDanVincent waren auch ein Teil dieser unendlichen Unendlichkeit.

      Sie hatten jetzt eine Ewigkeit für sich mit ihren Gedanken, das Universum zu durchforschen, dessen Teil sie von nun an für alle Zukunft bleiben würden.

      ENDE“

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  13. BRUNDLEFLY says:

    Hallo Simon, Hallo Sebastian!

    Ich fand es sehr spannend, eure Gedanken und Eindrücke zu „Das schwarze Loch“ zu hören! Weil ihr ihn bei TaD achtunddrölfzigmal erwähnt habt, habe ich ihn jetzt auch endlich geguckt und war durchaus angetan. Bei „Das schwarze Loch“ gefällt mir die düstere Atmosphäre. Die detaillierten und aufwendig gestalteten Raumschiffmodelle haben ein Flair, an das in meiner Welt selbst Top-Notch-CGI nicht heranreicht. „2001: Odyssee im Weltraum“, „Der weiße Hai“, „Lautlos im Weltraum“, „Star Wars“, „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (was für ein absurder deutscher Titel!), „Outland – Planet der Verdammten“, „Blade Runner“ und einige andere Filme aus den 60er, 70er und 80er Jahren nutzten solche Modelle, bis es dann mit CGI losging. Für mich haben diese Modelle eine eigene Magie, die heutige CGI-lastige Filme einfach nicht herstellen können.
    Ich finde die Fanfarenmusik in den ersten zwei Minuten schön und erhebend, aber danach erwarte ich eigentlich einen anderen Film und nicht dieses düstere Spektakel. Die Hintergrundmusik im Vorspann, der nach zweieinhalb Minuten beginnt, passt für mich, weil sie den Weltraum als gefährlich und lebensfeindlich darstellt.
    Ich finde es auch toll, wie die Palomino-Crew immer tiefer in Reinhardts Villain’s Lair der Cygnus eindringt! Da fühle ich mich gleich an „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ erinnert. Die riesigen Hallen und Korridore sind wirklich gespenstisch. Bei der Szene, in der sie in der Kommandozentrale ankommen und die Türen des Aufzugs zur Seite fahren, war ich total in Hugo Drax‘ Kommandozentrale im Film „James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim“, weil das auch ein riesiger, wie eine Kathedrale wirkender Raum ist, an dessen Wänden etliche Bildschirme hängen bzw. eingelassen sind. „Moonraker“ ist auch von 1979 und hat ein Weltraumsetting! Irgendwie haben die Filmemacher sich doch abgesprochen, oder?
    Eurer Interpretation von Dr. Reinhardts letzter Szene im Fegefeuer schließe ich mich an! Reinhardt ist ein Massenmörder, der seine gesamte Crew in Zombie-Sklaven verwandelt hat. Dafür muss er für alle Ewigkeit im Fegefeuer büßen. Harry Booth sagt sogar in der ersten Szene auf der Brücke der Palomino, als er die holografische Darstellung des schwarzen Loches bzw. seiner Akkretionsscheibe sieht:
    „My God, right out of Dante’s Inferno!“
    Ich habe das epische Gedicht „Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri selbst nie gelesen, sondern nur DARÜBER gelesen. Der erste Teil dieses Gedichts ist das Inferno (italienisch für „Hölle“). Auf Wikipedia steht dazu:
    >> In dem Gedicht wird die Hölle in Form von neun konzentrischen Kreisen der Qual dargestellt, die sich innerhalb der Erde befinden; es ist das „Reich … derjenigen, die geistige Werte zurückgewiesen haben, indem sie bestialischen Begierden oder Gewalt nachgaben oder ihren menschlichen Verstand zu Betrug oder Bosheit gegen ihre Mitmenschen pervertierten“. <<
    Reinhardt hat sich auf jeden Fall des Betrugs und der Bosheit gegen seine Mitmenschen schuldig gemacht! Aus einer christlichen Perspektive könnte man wahrscheinlich sagen, dass er sich an Gott versündigt hat, weil er – wie ihr im Podcast sagt – zu viele Fragen gestellt und versucht hat, Geheimnisse zu lüften, die den sterblichen Wesen verschlossen bleiben müssen.
    Ich finde die Fegefeuer-Interpretation auch deshalb spannend, weil Reinhardt als verrückter Wissenschaftler (Mad Scientist) ein Trope erfüllt, das schon Mary Shelley mit ihrem Hauptcharakter Viktor Frankenstein im Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ (den ich gerade zum wiederholten Mal lese) benutzte. Frankenstein möchte mithilfe seiner Wissenschaft die innersten Rätsel der Natur entschlüsseln und sogar den Tod selbst überwinden. Reinhardt möchte mithilfe seiner Wissenschaft ein Schwarzes Loch durchqueren, ein Unterfangen, das als unmöglich gilt und nach Ansicht aller anderen Wissenschaftler:innen den sicheren Tod bedeutet. Durant beschreibt das Schwarze Loch als „the most destructive force in the universe“, was meiner Meinung nach eine Metapher auf den Tod ist, der uns alle eines Tages ereilen wird.
    Im empfinde „Das schwarze Loch“ als sehenswerten Film, gerade weil ich mich sehr für Science-Fiction interessiere und es für das spannendste Genre halte. Trotzdem hat der Film schwächen, über die ich nicht hinwegsehen kann oder möchte, weil andere Filme, auch aus den späten 70ern, es besser machen:
    – V.I.N.CENT und B.O.B. sind Roboter, die ich wegen ihres Designs und ihrer Namen nur eingeschränkt ernst nehmen kann. Ihre Namen sollen irgendwelche Abkürzungen sein, aber „Vincent“ und „Bob“ kaufe ich dem Film nicht ab.
    – Die Sentrys sind jeweils mit zwei doppelläufigen Laserpistolen bewaffnet, jeder Sentry feuert also vier Laserstrahlen ab. Gegen Ende des Films fliehen Holland, McCrae, V.I.N.CENT und B.O.B. von der Cygnus. Dabei werden sie von einer ganzen Meute Sentrys verfolgt. Zwölf Sentrys stehen nebeneinander auf einer Brücke und nehmen die vier unter Beschuss. Die zwölf Sentrys müssten eigentlich gleichzeitig 48 Laserstrahlen abfeuern! Dennoch wird nur B.O.B. am Ende dieses Kampfes ein Mal getroffen, aber nicht zerstört und fliegt weiter. Alle Sentrys werden ausgeschaltet. Unter der Annahme, dass die Sentrys eine ernste Gefahr für die eine Heldin und die drei Helden darstellen, ergibt das keinen Sinn. Entweder die Sentrys sind wirklich gefährlich, dann müssten sie bei diesem Kampf jemanden mit ihrer roboterhaften Unbarmherzigkeit eiskalt erschießen oder zumindest schwer verletzen. Oder die Sentrys sind wandelnde Blechdosen, die auf einen Meter Entfernung kein Scheunentor treffen, dann sind sie aber langweilige Feinde.
    – Kate McCrae ist nicht nur die einzige Frau im Cast, sondern auch diejenige Figur, die beinahe lobotomisiert und in eine Zombie-Sklavin verwandelt wird. Ihre männlichen Kollegen müssen sie vor diesem grausamen Schicksal bewahren. Ich unterstelle dem Film keinen Sexismus, aber auch 1979 gab es schon deutlich stärkere Frauen in SciFi-Geschichten.
    – In der ersten Szene fliegt die Palomino durchs All und wir hören V.I.N.CENTs Stimme. Schon in der zweiten Szene trommelt der Roboter die Crew zusammen, weil er ein riesiges schwarzes Loch entdeckt hat, das bis zum Schluss im Zentrum der Handlung stehen wird. Mir geht das viel zu schnell! Ich möchte erstmal die Palomino und ihre Crew kennenlernen, bevor die Hauptstory beginnt. Andere 70er-Jahre-Filme wie „Lautlos im Weltraum“ und „Alien“ machen das so: da wird in den ersten zehn Minuten das Raumschiff und seine Crew gezeigt, wir sehen, wie die Menschen an Bord des Schiffes leben und arbeiten, wie sie miteinander umgehen, Karten spielen oder gemeinsam am Esstisch sitzen. Erst danach fängt die eigentliche Handlung an. Meiner Meinung nach muss ein Film wie „Das schwarze Loch“, der seine Story von A über B nach C erzählt, zuerst das Setting und die Charaktere etablieren. Nicht nur SciFi-Filme machen das so, sondern auch Krimi-Klassiker wie „Das Fenster zum Hof“ aus dem Jahr 1954 von Altmeister Alfred Hitchcock.
    – Die Charakterisierung der Figuren ist gelinde gesagt unzureichend. Holland ist der Captain, Pizer ist sein Erster Offizier, Durant ist der Wissenschaftler, McCrae ist die WissenschaftlerIN, Harry Booth ist der Journalist und V.I.N.CENT ist der Roboter. Diejenigen, die am meisten zur Handlung beitragen, sind der verrückte Wissenschaftler Reinhardt und der Verräter Booth, der seine Crew im Stich lässt. Durant möchte sich ihm anschließend und wird von Maximilian umgebracht. Alle anderen sind nur da und tun Dinge: sie versuchen herauszufinden, was genau Reinhardt vorhat, sie versuchen zu überleben, sie fliehen von der Cygnus, sie kämpfen gegen die Sentrys und sind insgesamt „die Guten“… Ich finde, in der Story gibt es bis auf Booths Verrat wenig Spannung oder Überraschungen. Und dass Booth eine eigene Agenda verfolgt, sieht man schon, als er sich bei der Führung durch die Cygnus von der Gruppe absetzt. Ich möchte wissen, welchen Hintergrund und welche Motivation diese Charaktere haben! Bei Reinhardt wird das klar: sein Ziel ist der Flug in und durch das schwarze Loch. Aber wie ist das mit der Palomino-Crew? Wie lange kennen sie sich und wie lange sind sie schon zusammen unterwegs? Welche Motivation hatte z. B. Holland, Astronaut zu werden? Woher kommen McCraes ESP-Fähigkeiten? Warum fliegt Booth auf der Palomino mit? Na gut, er ist Journalist. Als solcher hätte er aber auch anderswo arbeiten können. Wurde Booth dieser Crew zugeteilt oder hat er sich bewusst für sie entschieden? Wenn sie sich seit Jahren kennen würden, wäre sein feiger Verrat noch schwerwiegender.
    Ein Film muss natürlich nicht alle Fragen restlos beantworten. „Das schwarze Loch“ ist für mich aber ein Mischmasch verschiedener Ideen und Plots, die alle nicht gut harmonieren. Die Hauptstory mit dem verrückten Wissenschaftler Dr. Reinhardt finde ich OK, aber bitte, bitte, bitte zeigt mir ein paar „unspektakuläre Alltagsszenen“ mit der Palomino-Crew, bevor sie in dieses irre Abenteuer hineingeworfen wird! Ich kenne diese Charaktere gar nicht und soll sofort mit ihnen mitleiden, das ist mein Hauptkritikpunkt an „Das schwarze Loch“. Ich kann nachvollziehen, warum ihr ihn mögt. In meinen persönlichen Filmkanon werde ich ihn aber nicht aufnehmen.

    LL&P
    BRUNDLEFLY

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  14. Sven MuffinMan says:

    Ich werde den Gedanken nicht los, dass es sich bei der Rolle Maximilian Schells um eine Kreuzung der Bond-Bösewichte, die Curd Jürgens und Michael Lonsdale in The Spy who loved me bzw. Moonraker gespielt haben, handelt.

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    1. BRUNDLEFLY says:

      Hi, Sven MuffinMan!

      Der Curd Jürgens-Bösewicht in „Der Spion, der mich liebte“ hieß Stromberg und ist für mich einer der schwächeren Bond-Bösewichte. Er hat im Gegensatz zu Auric Goldfinger oder dem mysteriösen, eine weiße Katze streichelenden Blofeld in „Feuerball“ und „Liebesgrüße aus Moskau“ zu wenig Präsenz. Scaramanga in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ ist ein toller Bösewicht und einer der besten. Stromberg hockt nur in seiner Unterwasserfestung, drückt auf Knöpfe, um Leute umzubringen und tut ansonsten nicht viel. Sein Handlanger Beißer macht eigentlich die ganze „Arbeit“.

      Michael Lonsdale als Hugo Drax finde ich wieder besser, u. a. wegen seiner fantastischen Kommandozentrale in einem Aztekentempel! 😉 Insgesamt finde ich „Moonraker“ wegen seiner vielen Slapstick-Witze ein wenig zu albern, aber Drax bleibt mir als Bösewicht im Gedächtnis.

      Und Dr. Reinhardt ist ein guter Bösewicht (eher in Richtung Drax), aber die Palomino-Crew wirkt mir zu eindimensional.

      LL&P
      BRUNDLEFLY

      Antworten
  15. Wolf359 says:

    Hallo ihr beiden, ich freue mich sehr auf euren neuen Podcast!
    Tolle Filmbesprechung, das macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

    „Das Schwarze Loch“ fand ich zwar schon irgendwie gut als ich ihn das erste mal gesehen habe (muss so um 1990 gewesen sein – da war ich 15), er hat mich aber nicht so wirklich nachhaltig beeindruckt, denn er schien mir irgendwie ein billiger Abklatsch von Star Wars / Star Trek zu sein, die ich zu dem Zeitpunkt schon gesehen haben musste.

    Maximilian Schell als Bösewicht, die geniale Filmmusik und das verrückte Ende sind mir aber nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Für mich persönlich ein guter Sci-Fi-Film. Ich würde ihn mir gerne mal wieder anschauen, aber weder Netflix noch Prime haben ihn im Angebot. Na ja, der nächste Geburtstag kommt und ich packe ihn mal auf meine Wunschliste.

    Grüße aus einem nahen Sternensystem (soweit bekannt ohne Schwarzes Loch)

    Antworten
    1. Alte Warpgondel says:

      Hallo Wolf359,
      interessant, dass Du das mit dem schwarzen Loch im Sonnensystem sagst. Ich war letzten Monat bei einem Vortrag von Günther Hasinger (ESA). Er hat das James Webb Space Telescope und seine Arbeit damit vorgestellt. Hasinger hat damit ernst zu nehmende Hinweise auf Schwarze Löcher schon kurz nach dem Urknall gefunden – ein Kandidat für dunkle Materie. Sollte sich das bestätigen müsste es aber auch sehr viel mehr und kleinere Schwarze Löcher geben als bisher angenommen. Auch Sonnensysteme könnten eines haben. Zur Zeit wird immer noch der Planet X gesucht, der sich bidher nur durch Gravitation verrät. Ein Schwarzes Loch könnte dann auch ein Kandidat dafür sein. Klar, nur eine Hypothese von ihm, aber sehr spannend und passend zum Film. Let’s stay tuned!

      Antworten
  16. Sören says:

    Vielen Dank für die wie immer sehr gut recherchierte Besprechung zum Film „Das schwarze Loch“.

    Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus der Folge raus. Ich fürchte ich muss mit Eurem neuen Format noch etwas warm werden. Erfrischend war, dass ihr eben nicht Szene für Szene den Film besprecht, sondern viel auf Eure Eindrücke setzt. Für meinen Geschmack dürfte das aber noch emotionaler und weniger analytisch sein. Mir ist noch Euer USP gegenüber anderen Filmpodcasts (noch) nicht klar.

    Allem Anfang wohnt ein Zauber inne und zugleich ist jeder Anfang schwer. Daher bin ich sehr gespannt auf Eure nächsten Folgen und ob ihr mich mit dem Format noch fangt 😉

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    1. Sebastian says:

      Wenn Dir Simons Ersterlebnis mit Das schwarze Loch und seine anschließende Besessenheit von dem Film nicht emotional genug waren, dann warte mal ab, wie, mit wem und warum wir in Sachen Moulin Rouge Ende 2001 um die Lüdenscheider Lichtspielhäuser gezogen sind!

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      1. Sören says:

        Ich bin schon sehr gespannt und freue mich sehr auf die Besprechung…

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  17. Tim says:

    Eine Sache, die nicht mit diesem Film an sich zu tun hat, aber mit der Zauberlaterne natürlich, muss ich noch loswerden:

    Ich beneide euch ungemein um das Privileg, dass „das“ Kino euerer Kindheit und Jugend ein Ort ist, den ihr heute noch aufsuchen könnt. Das bleibt mir (in Flensburg) versagt. Hier gibt es ein recht neues UCI und ein kleines, auch noch nicht all lang bestehendes Programmkino…

    Aber als ich jung war hatten wir Colosseum, Capitol, Studio, Palast und später (ab Mitte 80er, glaube ich) das City Kino Center (kleine Säle, aber ganze 4, so modern!); ich war allerdings nie im Odeon am Bahnhof und kenne das Roxy nur noch als Diskothek (auch die längst abgerissen). Von den meisten stehen nicht einmal mehr die Gebäude. Bei ein oder zwei erahnt man mit viel Fantasie die frühere Nutzung als Lichtspielhaus.

    Egal ob Loge oder Sperrsitz – mit dem Kino verbinden sich so viele Erinnerungen…

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    1. Sebastian says:

      Unser Filmpalast ist aber auch das letzte Einhorn.

      Da, wo ich meinen ersten Film (Schneewittchen und die sieben Zwerge) sah, im Stern-Kino, steht jetzt das dicke Einkaufszentrum drauf. Zu Zeiten des City-Centers, bekannt aus der Rückspultaste, war es noch in dessen Hinterhof gelegen.

      In den Räumen des Raucherkinos Central (Taran und der Zauberkessel, Masters of the Universe) ist heute eine Spielhölle.

      Das Capitol, eines der ältesten Kinos, war in den 90ern kurz nochmal wieder ein Lichtspielhaus, das ich besuchte (Dick Tracy). Danach Disko, Kochschule, Leerstand, Vandalismus.

      Das prunkvolle Apollo, ein anderes Kino aus den Kindertagen meiner Eltern, musste Anfang der 70er einem asbestverseuchten Tunnel weichen.

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      1. Kleiner Bruder says:

        Lese ich das richtig, „Dick Tracy“ kommt auch? Pep, vim and verve!

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  18. Jens says:

    Ein kleiner und eigentlich sehr nebensächlicher Hinweis. Dennoch. 😉 Simon hatte, wenn ich mich richtig erinnere, erwähnt das seine Mutter und er Maximilian Schell aus Doktor Schiwago kennen würden…ein großartiger, besprechenswerter Film mMn, genauso wie auch das Urteil von Nürnberg. Aber nur im letzteren hat MS mitgespielt und verdienter maßen den Oscar erhalten.

    Ansonsten danke für die Besprechung des Films und für das aufmerksam machen. Ich hab 1000de von Filmen gesehen aber diesen tatsächlich noch nie. Bin gespannt ob ihr das nochmal schafft – ich schalte auf jeden Fall weiter ein.

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    1. Simon says:

      Da sieht man mal, welchen Streich einem vermeintliche Erinnerungen spielen können. Nach längerer gedanklicher Recherche bleibt Doktor Schiwago zwar der Lieblingsfilm meiner Mutter, allerdings hat das nichts mit Schell und dem vorliegenden Film zu tun. Meine Mutter mochte völlig unabhängig davon Anthony Perkins, daher wollte sie den Film sehen.. In meiner Erinnerung vermixten sich Omar Scharif und Schell, weiß der Teufel warum.

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  19. Parlatio says:

    Nun. Durch Zufall habe ich von diesem Podcast hier gehört. und zumindest der Einstiegsfilm klingt schon mal interessant.
    Mir persönlich reicht allerdings die Tonspur, auch technisch bedingt.

    Ich glaube, ich habe diesen Film das erste Mal auf RTL gesehen. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht.
    An und für sich ein toller Film, wenn man die nötige Phantasie mitbringt, und nicht total durch Special-Effekt-Filme verdorben ist. :3

    Nur eines hat mich immer etwas gestört – die völlig übertriebene und unnötige Gewalt. Das wirkt irgendwie so unpassend. Schließlich sollte es kein Horrorfilm werden. Oder doch? Wieso (Achtung spoiler) metzelt Maximilian den guten Durant ab? Der stand doch eher auf Reinhardts Seite? Und wieso baut ein „Genie“ einen Killerroboter, der auf seine Befehle einfach pfeifen kann?

    Irgendwie scheint mir das eine Krankheit vieler Filme aus den Siebzigern zu sein. Hier noch ein Toter, da noch ’ne Leiche… Naja.

    Gerade den guten Ernest Borgnine trifft es öfter, als es mir lieb ist. Besonders ist mir da „Die Klapperschlange“ im Gedächtnis geblieben. (Ja ja. Der ist aus den Achtzigern. 😉)

    Gerne denke ich an „Alarm im Weltall“ zurück. Da war es wenigstens mal nicht „Der böse Roboter“. Der hatte sogar von allen Charakteren am meisten Herz. Oder wenigstens kommt es mir so vor. Vielleicht schaut ihr euch den ja auch irgendwann mal an.

    Der Vergleich Reinhardt-Nemo hinkt für mich etwas. Nemo ist seiner Crew gegenüber beschützend. Hmm… Ich kann mich nicht erinnern, ob Reinhardt auch Orgel spielt.

    So. Nun erst mal den Podcast hören…

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  20. Parlatio says:

    Ah. Okay. Wenn ich euch recht verstehe, ist der Film sozusagen von mehreren Leuten und aus mehreren Genres zusammen-„gefrankensteinert“ worden. Das erklärt einiges.

    Diese Enden a la „das kommt dann in der Fortsetzung“ gab und gibt es leider sehr oft. Film- und Serienmacher: Verlaßt euch mal nicht allzu sehr darauf, daß es eine Fortsetzung geben wird. Lieber ein sauberer Abschluß, als ein fieser Cliffhanger. (Grüße an Alf, usw.)

    Ich muß den Film doch früher gesehen haben. Nur weiß ich nicht mehr wo und wann.

    Als Kind habe ich einiges anders verstanden als es vermutlich gemeint war. So als Erklärungsversuch:

    Das Schiff heißt nicht Raumsonde 1, Die USS Cygnus. Vincent blättert da nur durch einen Katalog mit diversen Raumflugkörpern und zählt diese auf. So etwa: Bild 1 – Raumsonde 1. Bild 2 – Die USS Cygnus.

    Als der vermeintliche „Roboter“ (Zombiecrew) enttarnt wird, vermutet die Crew der Palomino ja so etwas schon. Deswegen gibt es dann auch keinen Grund, so loszukreischen/entsetzt zu reagieren. Laut BOB soll der zwar tot sein, aber vielleicht ist dieser Zombie ja der gute McCrae?

    Die „Verschmelzungsszene“ habe ich damals einfach so verstanden, daß sich Reinhardt die Hülle von Maximillian als eine Art Raumanzug anzieht, um nicht im Weltall umzukommen. Schließlich sah es für mich so aus, als hätten die beiden kleinen Roboter Maximillian vorher den Garaus gemacht.

    Wie gesagt, alles nur Interpretation von damals. 😉

    Also bekommt Dr. Reinhardt sein Milton-Ende; „Besser ist es, in der Hölle zu herrschen, als im Himmel zu dienen.“ ?
    Wenn auch als eine Art Roboterteufel (Nee, nicht der aus Futurama).

    Noch ein Wort zu Ernest Borgnine: Hach ja… Damals konnten auch „hässliche“ Menschen noch Top-Schauspieler werden. Nicht nur so geschniegelte Figuren mit perfekten Zahnblenden. Man muß ihn einfach lieben. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn in einem Film wiedersehe. ^^

    Mir persönlich fehlt Kinoerfahrung ein wenig. Kino war teuer. (Und ist es noch) Ich glaube euch aber, daß das eine ganz tolle Zeit war.

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    1. Der Dicke says:

      Dir fehlt die Kinoerfahrung weil Kino damals zu teuer war ???
      Damals konnte man sich Filme für 2,50 – 5 DM ! anschauen, heute Kostet Kino zwischen 10 – 18 Euro !

      Da stimmt ja wohl etwas nicht bei deiner Aussage.

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  21. Der Dicke says:

    Die Besprechung fand ich sehr gut. Leider fand ich es sehr schade, dass bzgl. der ganzen Ähnlichkeiten nicht einmal der Film EVENT HORIZON erwähnt wurde.

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