Wer will das nicht – den großen Krisen dieser Welt, aber auch dem Alltagsstress entkommen? Diese Sehnsucht fing bereits 1937 Frank Capra ein mit diesem Abenteuerklassiker, der – ganz wie der zweite „Indiana Jones“ – von Ostasien per Flugzeug bis aufs Dach der Welt führt. Dort im Himalaya existiert das versteckte, unmögliche Land Shangri-La, wo ewiger Friede herrscht und neben Milch & Honig auch der sagenumwobene Jungbrunnen fließt.
Servus Simon und Sebastian hier ist der Ekki (Taunide). In meinem früheren Leben war ich Fotograf und hatte mich in dem Zusammenhang auch mit der Geschichte des Filmmaterials beschäftigt. Zunächst ist in Filmmaterial Silberhalogenid eingebracht das lichtempfindlich ist. Durch die Entwicklung verwandelt sich dieses in metallisches Silber (das schwarze auf dem Film) das restliche Siberhalogenid wird im Fixierbad ausgewaschen. Somit besteht die übriggebliebene Filmschicht aus Gelatine und Silber, da brennt nicht viel. Das Trägermaterial war damals jedoch Zelluloid, ein wichtiger Bestandteil dessen war Nitrozellulose. Wenn ihr mal einen Tischtennisball (die früher auch aus Zelluloid waren) abgefackelt habt werdet ihr erstaunt gewesen sein wie flott das ging. In weniger gepresster Form konnte man Nitrozellulose auch als Schießbaumwolle verwenden. Filmrollen waren in der Tat hoch brandgefährlich, deswegen war der Transport in öffentlichen Transportmitteln verboten (ein Umstand auf den Hitchcock in „Sabotage“ anspielt). Heute Fallen Filmrollen mit Nitratfilm unter das Bundessprengstoffgesetz. Ein Brand von 1988 im Bundesfilmarchiv auf Ehrenbreitstein wurde wohl durch einen Zellulosefilm ausgelöst.
Sorry wenn ich etwas nitpicke aber bei Filmchemie zuckts bei mir immer etwas.
Vielen Dank für diese Besprechung. Tatsächlich kenne ich nur wenige der von Euch besprochenen Filme und auch dieser war mir neu. Im Gegensatz zu sonst wo mir Eure Besprechung reicht um Befriedigt zu sein ist das hier wohl einer den ich mir mal anschauen werde, und sei es nur um Sebastians Shangri-La Felling zu suchen.
Vielen Dank, Euer immer treuer Hörer, Ekki